8. Februar 2018

Das Syndikatsmodell

Unser Wohnprojekt funktioniert nach dem Modell des Mietshäuser Syndikats, das nun schon seit über 20 Jahren existiert. Dabei geht es vor allem um drei Aspekte:

  • Immobilien dem spekulativen Wohnungsmarkt zu entziehen,
  • um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und
  • diesen als Gemeineigentum selbst zu verwalten.

Konkret bedeutet dies, dass es einen Hausverein gibt und eine GmbH, die das Haus besitzt – bei uns sind das der Kesselhaus e.V. und die Bohaus GmbH. Mitglieder des Hausvereins sind die BewohnerInnen des Wohnprojekts. Die Bohaus GmbH gehört dem Hausverein (und damit den BewohnerInnen) sowie dem Mietshäuser Syndikat als den beiden einzigen Gesellschaftern. Der Hausverein hält knapp über 50 % und das Syndikat knapp unter 50 %.

Entscheidungen über Zimmervergabe, Finanzierung und Miethöhe fällt der Hausverein, also die Menschen, die im Wohnprojekt leben. Einen Wiederverkauf der Immobilie könnten nur die GmbH und das Mietshäuser Syndikat gemeinsam beschließen. Das Mietshäuser Syndikat stellt somit sicher, dass das Haus kein Spekulationsobjekt wird, die Mieten auf lange Zeit sozial verträglich bleiben und das Objekt nicht mehr dazu beiträgt, die Immobilienpreise und Mieten immer weiter hochzutreiben.

Das Mietshäuser Syndikat ist inzwischen an über 120 Hausprojekten in ganz Deutschland beteiligt und wurde zum Vorbild für vergleichbare Modelle in Europa. Eine große und starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig mit dem nötigen Know-how unterstützen kann. Mehr zum Mietshäuser Syndikat ist zu lesen unter www.syndikat.org/de/.

 

Dieser kleine Film stellt das Modell des Mietshäuser Syndikats und einige Wohnprojekte vor (64 Min.):

„Das ist unser Haus!“ from SEELAND Medienkooperative on Vimeo.

 


Das Mietshäuser Syndikat beim 35C3


Auf dem 35. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs vom 27. bis 30. Dezember 2018 in der Leipziger Messe standen Vertreter des Mietshäuser Syndikats Rede und Antwort. Video ca. 42 Min.